Montag, 10. Oktober 2016

DIY: Wärmekissen - Rapssamen zum Kuscheln

Und erstens kommt es anders .... 

Eigentlich wollte ich den 2. Teil  meiner "Psychologischen Alltagstipps" schon lange online haben ... nur komme ich im Moment nicht an die Daten auf meinem Laptop heran.
*grummel* 
Netzteil kaputt.
Morgen kommt endlich das neue.
Hoffentlich.


Inzwischen kann ich euch aber zeigen, was ich mir am Wochenende gegen die Herbstkälte genäht habe.  Ein super-anschmiegsames Wärmekissen. Also eigentlich mehrere davon ... denn man weiß ja nie.
  
Diese Kissen sind nicht mit Kirschkernen gefüllt, sondern mit kleinen Raps-Samen. Die gibt es recht günstig im
Online-Handel, so dass ich mir gleich mal 5 kg davon bestellt habe.




Wärmekissen sind einfach zu nähen; ich denke, auch Nähanfängern kriegen das gut hin. Traut euch!

Ihr benötigt dazu:
  • Baumwollstoff  (gerne auch Reste). Daraus sollten Stücke im Format etwas größer als DIN A4 geschnitten werden. Baumwollstoff deshalb, weil er viel Hitze aushält.
  • Ein Blatt Papier o.ä. in Größe DIN A4 - als Schnittmuster.
  • Passendes Nähgarn
  • Ein Bügeleisen
  • Eine Waage und einen kleinen Trichter zum Einfüllen der Samen
  • Raps-Samen (750 g pro Kissen)

Und so geht das:

1) Aus dem Stoff 2 Stücke in DIN A4 plus Nahtzugabe zuschneiden (oder ein doppelt-so-großes Stück im Stoffbruch).

2) Die Stofkanten im Zickzackstich versäubern  (falls man nicht mit einer Overlock arbeitet).

3) Den Stoff Rechts auf Rechts legen. An der Kante entlang über alle 4 Seiten zusammennähen. Achtung! Dabei auf einer Seite ein Loch von etwa 4 - 5 cm offen lassen, durch das man das Kissen am Ende wendet.  (Einfach reinfassen und das Innere vom Kissen nach außen ziehen). 

4) Wenn das Kissen gewendet ist (die Nähte liegen jetzt also innen), den Stoff schön glatt streichen und ausbügeln.

5) Eine Steppnaht entlang der Außenkante nähen. Das macht das Kissen etwas stabiler. 
Achtung: den offenen Teil auch hier aussparen!  Wir müssen ja noch füllen können. 



6) Das Kissen in einen Topf o.ä. "stellen" und den Trichter in das offene Nahtstück stecken. Das ganze mit der linken Hand gut zusammen festhalten.



7) Den Raps am besten mit einer Kanne oder einem Krug einfüllen. So geht's ganz leicht.




8) Mit dem gefüllten Kissen nochmal zur Nähmaschine gehen und die offene Kante (das Einfüllloch) zunähen. Am besten mit einer doppelten Naht.

9) Fertig zum Erwärmen!


Durch ihren hohen Ölgehalt speichern Rapssamen die Hitze sehr lange. Und weil die Samen ganz klein sind, ist das Kissen so angenehm anschmiegsam. 


Ich mag auch den Geruch der heißen Rapssamen. Die riechen ein bisschen wie Popcorn. 

Auf jeden Fall ziehe ich mein neues Wärmekissen einem klappernden Kirschkern-Kissen vor. (Und mein Mann auch ... er hat sich schon eines für's Sofa geschnappt.)


Zum Erhitzen habt ihr mehrere Möglichkeiten:
  • In der Mikrowelle für 1 Minuten bei ca 600 W erhitzen.
    Nach einer kurzen Ruhezeit etwas durchwalken und dann kann man es nochmal für 1 Minute weiter erhitzen, falls man es noch heißer möchte. Die Zeit ist von der Wattleistung des Gerätes abhängig; man muss das eben für sich ausprobieren.
  • Im Backofen für 10 - 15 Minuten bei max. 90 - 100 °C
  • Oder auf der heißen Heizung
  • Oder im Wärmefach des Kachelofens .... 
    (Aber Achtung - ich habe eines ins Wärmefach meines Schwedenofens gelegt und da ist mir der Stoff etwas angekokelt ... ähem ... also nicht so nah ans Feuer damit!

Bitte auch beachten: Wenn ihr das Kissen für Kleinkinder oder Babys nutzt, dann macht es nicht so warm wie für einen Erwachsenen!

Ach ja - ich habe auf verschiedenen Seiten gelesen, dass man Rapssamen-Kissen in 30 °C warmen Wasser per Handwäsche waschen kann. Danach muss man sie aber gut trocknen lassen. Keine Ahnung, ob das wirklich funktioniert. Müssten wir also ausprobieren ...

Auf alle Fälle bin ich nun etwas besser gerüstet für die kalte Jahreszeit - und ihr, ihr  könnt das ganz einfach nachmachen.
 
Einen kuscheligen Herbst wünsch' ich uns allen!

Kommentare:

  1. Die sind ja schön, liebe Karin!
    Ich wusste gar nicht, dass man Kissen auch mit Rapssamen füllen kann. Die wären mir bestimmt auch sympathischer als Kirschkerne. Muss ich auch mal ausprobieren.
    Momentan ist vielleicht wieder ein Platz bei meinem Adventskalender frei. Ist noch nicht ganz sicher, aber wenn du noch mitmachen willst, dann melde dich einfach.
    Ganz liebe Grüße
    Biggi

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  2. Wow it's so beautiful all the details are so nice and unique.

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  3. Hallo liebe Karin,
    eine tolle Idee. Kann man bzw. Frau gut gebrauchen,
    gerade jetzt in der kalten Jahreszeit. DANKE!!!

    Liebste Grüße TINA

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    1. Liebe Tina - bei uns ist mein Mann der mit den kalten Händen
      :D
      Herzlichst
      Karin

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  4. Linsen, Reis, Dinkelspelzen, Kirschkerne - das alles kannte ich zum füllen, aber rapssamen gehen auch? wie genial.
    so was macht sich bestimmt auch gut in der jackentasche als taschenwärmer :)
    liebe grüße
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    1. Hey Gusta - ne tolle Idee!
      Ich habe noch etwas Rapssamen, da kann ich sicher noch ein paar Taschenwärmer damit füllen...
      Herzlichst
      Karin

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  5. Huhu liebe Karin,
    ich hab das Kissen ja bei dir auf Insta schon bewundert.
    Wie gesagt, ne Mikrowelle habe ich nicht und im Backofen ist mir der Energieaufwand nicht gerechtfertigt. Aber ich hatte es irgendwie auch noch nie mit solchen Kissen, weiß auch nicht warum.
    Und wenn mir richtig kalt ist, dann kuschel ich mich an meinen Broemmel. ;-)

    Ich schick dir wärmende Grüße.
    Naddel ♥

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    1. Hallo Naddel,
      naja, da kann mein Rapskissen natürlich nicht mithalten *lach*.
      Eine kuschelige Zeit wünsch' ich dir!
      Herzlichst
      Karin

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  6. Liebe Karin,

    einfach toll deine Kissen. Mich juckt es richtig in den Händen.
    Vielleicht trau ich mich mal ran. Neulich habe ich irgendwo gelesen,
    das man sie auch mit Reis befüllen kann. Tolle Sache.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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